3 Gründe, warum Mitarbeitende nicht von zu Hause arbeiten sollten!

Wir wollen Flexibilität, aber fast alle meiner Kunden beschweren sich über die erschwerten Bedingungen von zu Hause zu arbeiten.

Kommt bitte zurück ins Büro!

Ich habe bis jetzt wirklich noch keine guten Gründe gefunden, warum nur 1-2 Mal in der Woche im Büro zu erscheinen gut sein sollte!

Jeder spricht von Flexibilität, aber fast alle meiner Kunden beschweren sich über die erschwerten Bedingungen von zu Hause zu arbeiten und über die Schwierigkeiten und Konflikte im Team.

Mich wundert das nicht und ich bin immer erstaunt, wie uns die Bequemlichkeit täuscht. Natürlich erspart es jede Menge Zeit und Sprit, wenn wir uns direkt vom Frühstückstisch an den Laptop setzen können, um die virtuellen Meetings zu machen. Und natürlich ist es oft besser, konzentriert über mehrere Stunden an einer Aufgabe zu sitzen. Aber macht es das einfacher, wenn wir im Team an Projekten arbeiten?

Es gibt so viele Aspekte, die man beleuchten kann und viele Pro/Contra, aber von einem wird mich niemand überzeugen können: Dass es einfacher und besser ist, im Homeoffice zu arbeiten! Hier meine drei, so oft bestätigten Beobachtungen:

➡️ Der Umgang mit den KollegInnen verschlechtert und entfremdet sich. Die Pause werden NICHT genutzt für den menschlichen Austausch über Freizeitaktivitäten, politische oder gesellschaftliche Ansichten, über das kränkelnde Kind, oder das gerade passierte Missgeschick. Austausch, der uns Menschen verbindet. Austausch, der zeigt, dass wir INTERESSE füreinander haben, weil wir ZUSAMMEN arbeiten. Austausch, für den in virtuellen Meetings keine Zeit ist. Wichtige, verbindende Gespräche, die auf natürliche Art und Weise aus “Alltags-Büro-Situationen” entstehen.

➡️ Die Projekte entstehen oft zwischen Meetings, wenn sich über ein anderes Thema unterhalten wird, im Flur oder Nachbartisch und plötzlich die Idee überspringt – aus dem Zusammenhang gerissen. Der Input des Mitarbeitenden, der im Projekt gar nicht involviert ist, dem aber davon nebenbei berichtet wird. Das “abschotten” zu Hause macht betriebsblind und schließt die Möglichkeit aus, über den eigenen Tellerrand zu schauen.

➡️ Führung ist nicht einfach aus Distanz. Eine echte Führungskraft – die sich für die Mitarbeitenden interessiert, die sich Zeit nimmt für Gespräch, die zwischen den Zeilen lesen kann und auch das Team “spürt”, wenn alle in einem Raum sitzen – sollte Freude haben im Büro, mit den Mitarbeitenden, Zeit zu verbringen.

Ja, HOMEOFFICE ist super, aber nicht als Dauerlösung! Es macht fremder, fauler, bequemer und einsamer!

Wir reden von Diversity, Menschlichkeit, Wertschätzung, Respekt etc. Diese entstehen aber in zwischenmenschlichen Beziehungen hauptsächlich im echten Miteinander und im realen Austausch auf Augenhöhe – von Worten, Blicken, Stimmungen und Energien. Ich würde mir sehr wünschen, dass wir flexibel bleiben und Vorteile des HO beachten, aber es nicht als Lösung betrachten!

Was sind Deine Beobachtungen?

Bianca-Maria