Wie kann ich als Führungskraft vermeiden, dass meine Mitarbeitenden enttäuscht sind?

Als Führungskraft fragt man sich oft, wie man vermeiden kann, Mitarbeitende zu enttäuschen? Ein paar Tipps sind hier entstanden.

Mitarbeitende sind oft enttäuscht, wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden. Darüber habe ich lange mit einer Kundin, eine Führungskraft mit einem Team von 15 Menschen, gesprochen und ich war beeindruckt, als sie mir nach ein paar Sessions folgenden Plan und ihre Gedanken präsentierte. Mit ihrer Erlaubnis darf ich dies hier schildern, da es eine wunderbare Zusammenfassung ist, was eine echte Führungs-Kraft ausmacht:

 „Ich fühle, dass es als Führungskraft meine Verantwortung ist, mich darum zu kümmern, dass meine Mitarbeiter ihre Ziele erreichen und keine Enttäuschungen erleben. Es ist mir ein Anliegen, dass mein Team stets motiviert und optimistisch bleibt. Dafür mache ich Folgendes:

1) ZEIT:

Ich nehme mir regelmäßig wirklich genügend Zeit (auch wenn ich diese gefühlt nicht habe, blocke ich mir dafür Zeit im Kalender) für mein Team und höre mir deren Ideen und Wünsche an. So verstehe ich ihre Bedürfnisse viel besser. Sie haben sich daran gewöhnt, dass sie mit mir offen darüber sprechen können, denn ich sage ihnen, dass ich nur so gut auf sie eingehen kann, wie sie mir offen und ehrlich sagen, was sie beschäftigt.

2) ZIELE:

Ich versuche auch proaktiv Enttäuschungen vorzubeugen, indem ich realistische Ziele setze (diese muss ich natürlich vorher mit meinen Vorgesetzten und den Zielen der Firma abklären) und auch auf echte Transparenz achte. Ich bin klar und ehrlich, wenn Dinge nicht gut laufen oder sich die Prioritäten ändern müssen. Nur so haben alle im Team ein gemeinsames Verständnis davon, was erwartet wird.

3) FEHLSCHLÄGE:

Wenn doch mal Rück,- oder Fehlschläge passieren, bin ich die Erste, die das anspricht, dann auch mal trösten muss, und das Problem lösungsorientiert mit dem Team bespricht – denn ich bin überzeugt, Schwierigkeiten kann man nur gemeinsam bewältigen! Wir reflektieren gemeinsam über unsere Fehler und schauen uns an, wo es eventuell noch Verbesserungspotenzial gibt oder was wir aus dem Fehler eventuell auch für Vorteile ziehen können.

4) EMPATHIE:

Falls notwendig, unterstützten wir uns gegenseitig mit Tools oder gefragtem Rat und vor allem mit echtem Einfühlungsvermögen. Darauf lege ich großen Wert im Team und muss ggf. hier noch etwas trainieren, wenn ich merke, dass aufgrund von Stress nicht mehr empathisch und freundlich miteinander umgegangen wird. Respekt und Interesse ist für mich hierbei das A und O.

Mein Schlüssel dabei ist: als Führungskraft, möchte ich auf offene Kommunikation, Konstanz und Unterstützung setzen. Nur so helfe ich dem Team dabei, Enttäuschungen zu vermeiden.

Persönlich betrachtet habe ich in diesem Prozess und der Ausarbeitung, was es für mich bedeutet, eine gute Führungskraft zu sein, so viel gelernt. Ich habe dadurch für schwere Zeiten Kraft gesammelt, sowohl für mich selbst als auch für mein Team. Die Investition hat sich gelohnt und ich bin jetzt klar und fokussiert, auf das, was ich sein möchte! 🤝 „ Mein Fazit nach diesem Gespräch ist: Durch Offenheit gegenüber dem Feedback des Teams sowie durch gelebte Mitmenschlichkeit (als Unternehmenswert) schafft man als Führungskraft Raum, in dem Enttäuschungen vermieden werden können. Hierdurch kann jeder lernen – mit Erwartungen und Enttäuschungen ganz anders umzugehen, und dann gestärkt in ein Projekt (persönlich sowie beruflich) zu starten!

💪